Schlossfest

Samstag - Sonntag, 19.-20. August

Im Rahmen des Schloss- und Kinderfestes lädt die Stadtkapelle Aulendorf alle Besucher in das Festzelt im Schlosshof ein. Unter dem Motto „Hier spielt die Musik“ gibt es während des gesamten Festes nonstop live Musik der unterschiedlichsten Stilrichtungen. Kulinarisch gibt es eine leckere Gyrospfanne mit Tzatziki, die guten Biere von Farny und am Sonntag zum Fühschoppen den beliebten Schlossbraten mit Kartoffelsalat.

  

Schlossfest

Sonntag, 20. August

Am Schlossfest-Sonntag, dem 20. August spielt das Tanzorchester Aulendorf ab 19.30 Uhr im Festzelt der Stadtkapelle Aulendorf im Schlosshof auf. Die klassische Big Band Besetzung, unter der Leitung von Fridl Schoch, gründete sich im Jahr 1971 und war mit ihren Titeln der 70er- und 80er Jahre weit über die Grenzen Oberschabens hinaus bekannt. Die Konzertreisen führten in die Schweiz, Lichtenstein und im Jahr 1977 bis nach Rio de Janeiro. Für das Aulendorfer Schlossfest hat sich die Big Band wieder zusammengefunden und wird mit ihrem unveränderten Repertoire den Tanzboden vor der Bühne zum Beben bringen. Ein besonderes Highlight wird die legendäre Elivis-Show mit Saxophonist Peter Stotz, der den King of Rock'n'Roll in Perfektion imitieren wird. Der Eintritt ist selbstverständlich frei.

 

Serenade

Blasmusik im XXXL Format

Stadtkapelle Aulendorf und Landespolizeiorchester
bei den Donau-Oberschwäbischen Musikwochen

 


43 Musiker der Stadtkapelle Aulendorf und 32 Musiker des Landespolizeiorchesters Baden-Württemberg spielten ein dreistündiges Konzert vor rund 220 Zuhörern in der Stadthalle Aulendorf. Es war eine Riesenshow im Sinne der Blasmusik, oder um Guntram Bumiller, den künstlerischen Leiter der Donau-Oberschwäbischen Musikwochen (DOM) zu zitieren „Bläsermusik vom Feinsten“.

Diese Mammutveranstaltung war einer der vielen Programmpunkte der zehnten DOM, die von einem Förderverein organisiert werden. Ziel des Vereins, dem 14 Städte aus dem Raum Donau-Oberschwaben angehören, ist es, die musikalische Vielfalt zu moderaten Preisen einem großen Publikum anzubieten. Möglichst vielen Zuhörern soll der Zugang zu Live-Konzerten ermöglicht werden, wobei vor allem der musikinteressierte Nachwuchs im Fokus ist. Sponsoren ermöglichen es dem Verein Jugendlichen bis 14 Jahren freien Eintritt zu gewähren. Werner Leser, Vorsitzender der Stadtkapelle Aulendorf, erklärt im Gespräch mit der SZ, dass von Seiten der Stadt Aulendorf der Impuls kam, das traditionelle Serenadenkonzert der Stadtkapelle mit einem Auftritt des Landespolizeiorchesters zu kombinieren. Es wäre atmosphärisch sicher ein ganz tolles Konzert im Schlossinnenhof geworden, aber angesichts der extrem unsicheren Wetterlage, blieb den Verantwortlichen letztlich keine andere Wahl, als den geschützten Raum der Stadthalle zu wählen.

Zwar stand die Veranstaltung unter dem Motto „Der gute Ton im Ländle“, aber musikalisch drehten sich die meisten Stücke um die iberische Halbinsel, mit temperamentvollen Stücken die Sehnsucht an die mediterrane Lebenslust weckten. In diese Kategorie gehörten zweifelsohne auch die beiden Stücke „Fandango“ und „Spanisch Fever“ der Stadtkapelle unter der Leitung von Jochen Schlagmann. Kurzweilig informierte Martin Gallasch über die Stücke und verglich diese mit den unterschiedlichen Baustilen des Aulendorfer Schlossen. „Warum nicht zeigen, was man hat?“ – das gilt für den Marmorsaal genauso, wie für das gefühlvolle Solo bei „Besame Mucho“ von Sebastian Manz auf dem Flügelhorn. Die geballte Kraft eines Blasorchesters bekamen die Zuschauer dann bei Leonard Bernstein´s „West Side Story“ zu spüren. Mit dem Medley des in New York spielenden Musicals zeigten die 43 Musiker, Holz- und Blechbläser, dazu die fünf Männer am Schlagwerk, dass man mit großartiger Musik einer großartigen Stadt gerecht werden kann.

Das Landespolizeiorchester hatte seine Musikauswahl ganz unter das spanische Thema gestellt. Äußerst gestenreich, geradezu akrobatisch dirigierte Professor Stefan R. Halder zur Freude des Publikums das Orchester. Halder ist im benachbarten Otterswang aufgewachsen und hatte in Aulendorf quasi ein Heimspiel. Das Landespolizeiorchester gilt als eines der renommiertesten Berufsblasorchester Deutschlands, ein Anspruch, dem die 32 Musikerinnen und Musiker problemlos gerecht wurden. Das fast halbstündige Medley mit Highlights aus Georges Bizet Oper Carmen zeigte ein klares und ausgewogenes Klangbild mit exakten und fein gespielten Einsätzen. Bei Chick Coreas Stück „Spain“ griff sich Bumiller sein Baritonsaxophon und unterstützte das Orchester bei dem mitreißenden Stück. Dank der Improvisationen der Solisten an der Querflöte, am Saxophon und der Trompete sprang die Lebensfreude auf die Zuhörer über, was diese mit langem Applaus honorierten. Nach der Erstaufführung des Stückes „Don Quixote“ von Theodor Rupprecht gab es verdientermaßen Standing Ovations für den Lokalmatadoren Halder und seine international besetzte Truppe.

Dietmar Hermannutz, Art. „Blasmusik im XXXL Format“,
in: Schwäbische Zeitung. Lokalteil Aulendorf vom 11.07.2017, S. 17.

Feierabendhock

Blasmusik im Hofgarten

Freitag, 23. Juni ab 19.00 Uhr

Die Stadtkapelle Aulendorf spielt am Freitag, den 23. Juni ab 19.00 Uhr im Aulendorfer Hofgarten (Wirtshaus Schalander) zum Feierabendhock auf. Der längste Tag des Jahres lädt ein, das sommerliche Wochenende mit unterhaltsamer Blasmusik im Biergarten zu beginnen. Die Stadtkapelle freut sich auf Ihren Besuch.

Blasmusik mit Witz

Stadtkapelle eröffnet Saison mit Alphörnern und Mundart

Hey-Rufe und Beichtstuhl-Pointen erheitern Publikum im Hofgartensaal Aulendorf

 


Das Frühschoppenkonzert der Stadtkapelle Aulendorf, verbunden mit Einlagen des Mundartdichters Hugo Breitschmid, stand zu Recht unter dem Motto „Blasmusik mit Witz“ und sorgte um die Mittagsstunden des strahlenden Aprilsonntags für einen vollen Hofgartensaal, der eingedeckt mit weißem Tuch und Kerzen nicht nur zum Zuhören einlud.

Die Idee hinter der Veranstaltung im Aulendorfer Hofgartensaal war laut Stadtkapellenvorstand Werner Leser zum einen, dass die neue Saison der Stadtkapelle mit etwas Besonderem eröffnet werden sollte, und zum anderen die Tatsache, dass man für die Menschen in der Stadt etwas bieten wollte: „Wir versuchen, die frühere Tradition des städtischen Kurkonzerts, das ja auch hier im Hofgarten stattfand, wieder aufleben zu lassen.“

Charmanter Moderator
So gab es quasi als „Apéritif“ einen Block mit drei Musikstücken der Stadtkapelle, ehe Hugo Breitschmids erste Einlage mit schwäbischen Reimen passend zum Sonntagmorgen kam. Bei der „Vorspeise“ der Musiker gab es für die Zuhörer besondere Genüsse beim Stück „Hootenanny“ von Harold L. Walters: Neben Soloeinlagen für das Posaunenregister waren knifflige Tempowechsel zu meistern, die aber sicher vom Dirigent Jochen Schlagmann geführt wurden. Helmut Heydt verstand es charmant, die weiteren „Zwischengänge“ anzumoderieren, wie beispielsweise das mit Hey-Rufen begleitete Stück „Morgenblüten“, während sich das Publikum im Saal bereits den eigenen „Hauptgang“, wie Maultaschen mit Kartoffelsalat, schmecken ließ.

Gereimte Unterhaltung
Hugo Breitschmid, der erfahrene Mundartdichter aus Dürnau, kennt die Stadtkapelle aus früheren gemeinsamen Auftritten und sorgte zwischen den musikalischen Gängen mit seinen gereimten Geschichten, wie beispielsweise die der Beichte der Esmeralda, für Unterhaltung. Das schwäbische Reimen geht ihm seit frühester Jugend leicht von der Hand, und er freut sich bereits auf das Erscheinen seines neuen Buches.

Zweifellos ein Höhepunkt und der Kategorie „Hauptgang“ zuzuordnen waren die Stücke „Der alte Dessauer“ mit den Trompetensolisten Severin Hänsler und Sebastian Manz sowie die „Alfons-Polka“ von Berthold Schick. Hier spielten drei Alphörner aus einer anderen Ecke des Hofgartensaals, begleitet von der Stadtkapelle.
Sebastian Manz, Tenorhornspieler Matthias Dorner und der Tubist Anton Müller meisterten die Herausforderung, die dieses Naturtoninstrument stellt, souverän.
Die Stimmung im Hofgartensaal war gut und am Ende fast alle Plätze mit zufriedenen Menschen besetzt. Gertrud und Hermann Weber aus Aulendorf, die fast kein Konzert der Stadtkapelle Aulendorf auslassen, sind sich jedenfalls einig: „Wir finden es toll, dass es mal wieder ein Frühschoppenkonzert gab!“

SZ-Artikel von Sabine Jacob